
Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus - drei Intellektuelle, deren Wege sich in Paris kreuzen - als Vertreter einer kleinen, aber bedeutenden philosophischen Strömung des 20.Jahrhunderts. Vordenker von Postmoderne und Pluralität, deren Werke heute nicht weniger aktuell erscheinen als zu ihren Lebzeiten.

70 Romane und Theaterstücke, 700 Abhandlungen und Essays, 18.000 Briefe, zweimal in der Bastille, mehrfach verbannt, 30 Jahre im Exil. Ein Leben als Manifest für Freiheit, Gerechtigkeit und Rationalismus. Für die Nachwelt ein Lebenswerk gegen Dogma, Intoleranz und Fanatismus.

Die Vorstellung, die Welt bestehe ausschließlich aus kleinsten, nicht weiter zerlegbaren Bausteinen und erst ihr Wechselwirken bestimme den Lauf der Dinge, klingt nicht nur verblüffend modern, sie ist es auch. Für Demokrit lag darin der Schlüssel zu Gelassenheit und einem Leben ohne Furcht.

Nur wenige Denker haben tiefere Spuren in der Menschheitsgeschichte hinterlassen als der große Meister Konfuzius aus dem fernen China. Sein Streben nach Harmonie und dem friedlichen Zusammenleben seiner Mitmenschen dienen uns seit 2500 Jahren als Vorbild und Anregung.

Desiderius Erasmus von Rotterdam (~1466-1536) liebte die Dummheit - oder die Torheit, wie man sie früher nannte. Gerade weil er selbst alles andere als dumm war, schätzte und respektierte er den Unsinn, der uns alle unaufhörlich durchs Leben begleitet.

Die nach Sokrates (469 - 399 v. Chr.) benannte Sokratische Methode, mit der dieser seinen Mitbürgern im antiken Athen die Grenzen des Wissens und die Gefährlichkeit erstarrter Dogmen aufzeigte, sollte ihm als "Verderber der Jugend" schlussendlich das Leben kosten.

"Man muss noch Chaos in sich haben um einen tanzenden Stern gebären zu können.", ein bekanntes Zitat aus seinem 1885 vollendeten Werk "Also sprach Zarathustra". Die flammende Rede des Hohepriesters der Zoroastriker an die Menschheit hat auch nach 140 Jahren nichts an Eindringlichkeit verloren.