
Al-Chwārizmi und das Haus der Weisheit
Bagdad, 825 n.Chr: Kalif al-Ma'mūn gründet eine Akademie mit Krankenhaus, Sternwarte und Bibliothek. Unter den Gelehrten: Abu Dschaʿfar Muhammad ibn Musa al-Chwārizmī. Er brachte dem Westen nicht nur die Zahl Null, sondern auch die Begriffe Algorithmus und Algebra.

Billard, Heimspiel für Feinmotoriker
Egal, ob französische oder englische Erfindung: seit den Ursprüngen auf dem Rasen der Adeligen hat sich das Spiel mit Kugeln und Queue gehörig weiterentwickelt und seine Anhängerschaft wächst ständig. Kein Wunder, es ist Übung für Körper und Geist - und Spaß macht's auch.

Bücher: Mit Druck zur Massenware
Galt früher Papierherstellung als "Weiße Kunst", so wurde der Buchdruck im Lauf der Zeit zur "Schwarzen Kunst" erhoben. Am Beginn misstrauisch beäugt, entwickelte sich die Erfindung eines Goldschmieds im mittelalterlichen Mainz in der Neuzeit zum Motor der Wissens- und Informationsvermittlung.

Mikrochip, kleiner Helfer in allen Lagen
Ob Elektronen, die durch goldene Adern in Siliziumtäler gejagt werden oder Photonen, die keine Verluste kennen: die kleinen Nano-Maschinchen sind vielschichtig und Massenware zugleich, egal ob mit Beinchen oder schlichten Goldkontakten - und manche tragen sie bereits unter der Haut.

Wärme, was ist das eigentlich?
Im Alltag gilt: Hitze ist ein Übermaß an Wärme und wird am Thermometer abgelesen. Der Physiker sieht's anders: ist Temperatur eine Zustandsgröße und ein Maß für die mittlere kinetische Energie der Teilchen einer Substanz, ist Wärme der Energiefluss zwischen Systemen mit unterschiedlichen Temperaturen und taucht gern im Zusammenhang mit Arbeit auf.

Demokrit und die Idee des átomos
Die Vorstellung, die Welt bestehe ausschließlich aus kleinsten, nicht weiter zerlegbaren Bausteinen und erst ihr Wechselwirken bestimme den Lauf der Dinge, klingt nicht nur verblüffend modern, sie ist es auch. Für Demokrit lag darin der Schlüssel zu Gelassenheit und einem Leben ohne Furcht.

Unendliche Anzahl an Unendlichkeiten
Wer glaubt, ∞ stehe immer für den selben Wert, täuscht sich gründlich. Die Unendlichkeiten sind nicht nur unterschiedlich groß, es gibt davon auch unendlich viele. Was für manche ein Dilemma darstellt, bietet der modernen Mathematik ein Werkzeug um Chaos und Ordnung zu berechnen.

The Witcher: vom Geheimtipp zum Kult
Monster, Hexen, Zaubertränke und eine phantastisch erzählte Welt voll unausweichlichem Gemetzel mit Schwertern und Zauberkräften. Jeder Teil steigerte sich technisch und erzählerisch – von rauer Mittelalter-Atmosphäre bis zur offenen, lebendigen Fantasywelt in Witcher III.

Einst Twitter, heute X
Menschen sind nach wie vor Jäger und Sammler, außerdem neigen sie zur Geselligkeit. Im Informationszeitalter gilt die Jagd News, Followern und Friends, gesammelt werden Daten. Wird das Neue nicht schnell genug geliefert, um damit die Neuronen auf ihrem Potential zu halten, fehlt etwas. Dank X, TikTok und Co. passiert das erst gar nicht.

Der Mechanismus von Antikythera
Sachen gibt's! Da finden Taucher mit Muscheln besetzte, beinahe zerfallene Klumpen aus der Antike mit Zahnrädern dran, und dann stellt sich auch noch heraus, die alten Griechen verwendeten bereits Analogcomputer für astronomische Berechnungen. Vergleichbare Technik gab's dann erst wieder 1400 Jahre später.

Konfuzius und die Ordnung
Nur wenige Denker haben tiefere Spuren in der Menschheitsgeschichte hinterlassen als der große Meister Konfuzius aus dem fernen China. Sein Streben nach Harmonie und dem friedlichen Zusammenleben seiner Mitmenschen dienen uns seit 2500 Jahren als Vorbild und Anregung.

Gehört Chemie in den Bereich der Physik?
Chemische Elemente sind durch die Anzahl der Protonen im Kern definiert und ob etwas nur langsam vor sich hin rostet oder gleich explodiert, entscheidet sich meist in der äußersten Elektronenhülle. Warum ist dann Chemie ein eigener Fachbereich und keine weitere Sparte der Physik?